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Jahrestag

Morgens weckt mich dann eine SMS. Es wird wohl gegen 7:00 Uhr gewesen sein, ich weiß es nicht mehr genau. Sie ist von Ju.

"Es ist nun auf den tag ein jahr her, dass du in mein leben getreten bist. Die meiste zeit davon war wirklich schön und es gab phasen, wo's nicht so lief. Aber du hast zumindest dazu beigetragen, dass das jahr für mich nicht langweilig war. Dafür bin ich dir sehr dankbar. Allerdings bin ich mir momentag auch nicht sicher, ob ich es auf ein weiteres jahr ankommen lassen will. du kommst ohne mich angeblich besser zurecht und ich investiere  meine energie und nerven lieber in die, die meine aufmerksamkeit, die ich ihnen schenke mehr zu schätzen wissen. Ich wünsche dir von ganzem herzen, dass du glücklich wirst, dass du wen findest, den du lieben kannst, dass du deine wahren freunde nie verlierst und dass du irgendwann einsehen wirst, dass du nicht so unfehlbar bist, wie du denkst."

Ich weiß nicht was ich machen soll, versuche noch etwas zu schlafen. Vergeblich... das Wörtchen "unfehlbar" ist es, über das ich stolpere. Ich kann nicht mal sagen, wieso es ausgerechnet das ist. Irgendwo tut es mir leid, ich fühle mich nicht gut. Wenn sie es nicht geschrieben hätte, wüsste ich nicht mal, dass heute unser "Jahrestag" ist. Gegen 8:00 Uhr stehe ich dann auf, gehe duschen. Das hat immer geholfen. Auch dieses Mal.

Irgendwann finde ich auch den Mut und die Kraft ihr zu antworten...

.Ozymandias 

7.7.10 15:56


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Nachtschwärmer

Gestern war ich noch bei einem Freund. Es hat mich viel Kraft gekostet die Fassade der heilen Welt aufrecht zu halten. Ich sollte mal wieder Theater spielen, ich habe das Gefühl, dass das Bild Risse bekommt.

Ich war lange bei ihm, wollte nicht recht nach Hause, nicht solange noch jemand wach war. Gegen 2:00 Uhr bin ich dann gefahren. Ich glaube er hat etwas gemerkt. Zum Abschied fragt er ob ich seine Handy Nummer habe, eine seltsame Frage, immerhin sind wir schon zusammen zur Schule gegangen. Auf mein "Ja" antwortet er nur "Dann ist gut..."

Zuhause ist alles totenstill, nichts regt sich als ich ankomme. Im Flur im Erdgeschoss ticken die Uhren. Das Geräusch, dass tagsüber kaum zu hören ist dröhnt in meinen Ohren. Ich gehe in den Keller, wo mein Zimmer ist.

Hier ist es still, nicht mal die Uhren sind noch zu hören. Ich setze mich noch schnell an den Laptop. Eine ICQ-Nachricht blinkt in meinem Posteingang, sie ist noch von Montag. Ich bin schlafen gegangen, nachdem ich eine Weile mit Ju. geschrieben habe, habe ihr eine Gute Nacht gewünscht. Als sie nach 12 Minuten nicht geantwortet hatte bin ich gegangen. Das Gespräch vorher war nicht so toll...

 "Du lässt mir nicht mal mehr Zeit zum antworten?! Wirklich toll...aber nya, mein Gute Nacht" is dir scheinbar nichts mehr wert, man muss Prioritäten setzen, stimmt schon"

Ich lese die Worte, spüre meine Fassade weiter bröckeln und schalte den PC aus. Dann lege ich mich ins Bett. Die Stille die eben noch befreiend und schön war ist jetzt bedrohlich und beklemmend. Nach einer Weile halte ich es nicht mehr aus, ich nehme meinen MP3 Spieler und suche nach etwas das mir Halt gibt. Ich habe kein Ladekabel dabei, oft darf mir das nicht mehr passieren.

 "My Immortal" von Evanescence...eigentlich will ich es gerade nicht hören, aber ich drücke es doch nicht weg. Dann schlafe ich ein...

.Ozymandias 

7.7.10 15:46


Trümmerhaufen

Ich sitze im Zug und starre lethargisch aus dem Fenster und denke über die Trümmer nach, die vor mir liegen und welche einmal mein Leben waren. Es ist eine Weile her, dass ich hier geschrieben habe...früher habe ich es getan um die Sachen für mich selbst zu verarbeiten, meine eigene Therapie. Ich dachte das bräuchte ich nicht mehr, alles sei in Bewegung gekommen und würde sich einrenken, sich bessern...wie sehr man sich doch irren kann...


Im Nachhinein ist man ja bekanntlich immer klüger und wenn man mich nun fragen würde, wie ich in diese Situation kommen konnte, oder eher noch, wie ich sie beschreiben würde, so würde ich vermutlich von einer schweren Vase sprechen, die auf der Kante eines hohen Regals balanciert. Es gibt keine Leiter, alles was man zur Hand hat, ist eine hölzerne Stange um die Vase zu erreichen. Doch müsste man sich erst entscheiden, was man will. Die Vase stabilisieren, so dass sie auf dem Regal bleibt, oder ihr den entscheidenden Stoß versetzen und sie dann auffangen, ehe sie auf dem Boden aufschlägt. Ich konnte das nicht. Stattdessen habe ich die Vase in der Schwebe gehalten weil ich Angst hatte, zu Feige war eine Entscheidung zu treffen und die Konsequenzen zu tragen. Und dann geriet alles von selbst in Bewegung.


Der Kontakt mit Ja. ging immer weiter zurück, von ihrer Seite aus. Bis dahin, dass sie mich anrief und nach einem kurzen Gespräch damit herausrückte, dass sie sich in der Situation nicht wohl fühlen würde (ebenso wie ich) und daher bei ihrem Freund bleiben würde. Wir aber trotzderm befreundet sein könnten.

Zuerst war ich traurig über ihre Entscheidung, war sie doch diejenige, zu der ich mich mit der Zeit mehr und mehr hingezogen gefühlt hatte. Auf der anderen Seite konnte ich es nachvollziehen, die Situation in einer festen Beziehung zu sein und jemanden anders zu treffen, wie wir es gemacht haben, stelle ich mir sehr unangenehm vor. Gerade auch bei ihrem Freund...

Und es hatte den Vorteil, dass sie mir die schwere Entscheidung abgenommen hatte, vor der ich so lange geflohen war. Was mir mit Ja. verloren ging, versuchte ich in Ju. wieder zu finden. Wir verbrachten mehr Zeit miteinander, allerdings blieb hier mehr oder weniger alles beim Alten. Wir chatteten und schrieben SMS, nicht mehr...Bis ich an einem Abend von einem Freund wiederkam, dessen Beziehung in die Brüche gegangen war und gefragt hatte, ob ich etwas Zeit mit ihm verbringen könne. Die Formulierung wie Ju. sie geschrieben hat, ist mir bis jetzt im Gedächtnis geblieben, so oft habe ich die Sätze damals gelesen. Eswar ziemlich spät, als ich heimkam und sie noch im ICQ vorfand. Ich erzählte ihr was passiert war und wo ich gewesen bin und sie antwortete: "Aso, nya eig wollte ich ja vorschlagen, dass wir uns mal treffen könnten, aber wie's aussieht bist du ja komplett ausgelastet..."
Wenn ich den Satz nun lese, kommt er mir in dem Moment unpassend vor, fast sogar schnippisch, aber vielleicht interpretiere ich da auch zuviel rein. Damals jedenfalls musste ich förmlich darum betteln, dass sie es sich nochmal überlegt, allerdings mit Erfolg. Drei Tage später kaufte sie sich ein Zugticket und eine Woche darauf sollten wir uns zum ersten Mal gegenüberstehen. Sie kam an einem Freitag an, ich war früh am Bahnhof und bin nervös den Bahnsteig auf und ab gewandert. Ich wusste nicht wie sie aussieht, oder sich anhört, wir hatten ja nie telefoniert oder Bilder getauscht aber jetzt, in dieser zweiten Jannuarwoche sollte sich das ändern.


Die Vase fällt, und ich mache mich bereit sie zu fangen.


Als sie dann ankam hm, ich weiß nicht wie ich das Gefühl beschreiben soll, ich hatte sie mir schon anders vorgestellt, aber es war nun nicht so, dass ich am liebsten auf der Stelle umgedreht hätte und gegangen wäre.

Die folgende Woche als unschön zu beschreiben ist eine maßlose Untertreibung, aber härtere Ausdrücke mag ich nun auch nicht verwenden. Im Gegensatz zu den Chat-Gesprächen, war sie überhaupt nicht mehr gesprächig, auf Fragen kamen nur knappe Antworten, meist ein "Ja" oder "Nein" eingene Anfänge kamen kaum. Wir sind zweimal spazieren gegangen und haben uns dabei fast nur angeschwiegen, waren in der Stadt und in einem Museum, wobei ich nach dem Besuch das Gefühl hatte, ich hätte alleine gehen können und mich genauso gut amüsiert. Ich habe für sie gekocht, während sie eine halbe Stunde lang aus dem Fenster oder auf ihr Handy gestarrt hat. Das einzige, was mehr oder minder klappte, war das gemeinsame Fern-/Filmsehen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal soviel Zeit vor dem Gerät gesessen habe...Am Freitag drauf ist sie dann gefahren.


Meine Hände greifen nach der Vase, doch ich verfehle sie, stattdessen prallt das schwere Gefäß auf meine Finger, zerschmettert sie und setzt seinen Weg fort. Am Boden zerschellt sie in tausend Trümmer.


Selbst nach der Enttäuschung wollte ich nicht alle Brücken abbrechen, allerdings bin ich ein Mensch, der seine Zeit braucht um über manche Dinge nachzudenken, um Entscheidungen zu treffen und sich über Sachen klar zu werden. Ich dachte sie wüsste das. Wir haben uns nicht im Streit getrennt. Etwa eine Woche habe ich kaum Zeit vorm PC verbracht, im Gegensatz zu sonst, wo ich lange mit ihr gechattet habe. Ich nutzte die Semesterferien, verbrachte Zeit mit meinen Freunden und lernte sogar ein nettes Mädchen kennen, wir trafen uns zweimal, waren im Kino, haben gekocht, sie hat bei mir übernachtet, aber wir schliefen nicht miteinander, ich habe abgeblockt. Irgendwann erreicht mich eine SMS von Ju. wie ich ihr sowas nur antun könne, wieso ich mich nicht mehr melde, ob ich sie hassen würde, dass es ihr schlecht gehe, ich nicht für sie da sein würde... Ich fand es reichlich übertrieben, aber irgendwo konnte ich es auch verstehen. Ich verbrachte wieder etwas mehr Zeit am PC, schrieb mit ihr, aber es war nicht mehr dasselbe, ständig beklagte sie sich, es wäre nicht mehr wie früher, ich sei nie mehr für sie da sie könne mir nicht mehr trauen, ich habe sie enttäuscht, nie was mit ihr machen wollen, beim kochen hätte sie mir gerne geholfen, auch wenn sie nichts gesagt habe...ich hätte es doch merken können...

Ich habe das alles weggesteckt und irgendwann wurde es dann auch besser. Nachts telefonierte ich lange mit A.


Vorsichtig beginne ich die Scherben mit bloßen Händen zusammen zu suchen und versuche Ordnung ins Chaos zu bringen.


Irgendwann dann waren die Ferien vorbei und das Semsester begann wieder. Ich habe mich durch die ersten Vorlesungen gequält und dann festgestellt, dass es so nicht weiter geht. Ausnahmsweise fiel es mir leicht eine Entscheidung zu treffen. Das Studienfach war nicht das richtige für mich. Stattdessen nutzte ich die Zeit nun um mir eine Alternative zu suchen. Außerdem habe ich mich bei der Lufthansa beworben und bereite mich auf die Tests vor. Ich schrieb wieder etwas mehr mir Ju. und telefonierte mit A. alles schien soweit okay zu sein. Bis Ju. von A. erfuhr...


Ich schneide mich an den messerscharfen Scherben. Mein Blut benetzt die Keramik und wird von dem Ton aufgesogen wie von einem blutdürstigen Monster.


Ich hatte Ju. gesagt, dass ich mit ihr befreundet sein kann, aber nichts, was darüber hinaus geht und für mich zumindest war die Sache erledigt. Was genau passiert ist, habe ich erst hinterher erfahren. Es war der Abend vor meinem letzten Referat, ich bin früh ins Bett gegangen, habe noch mit A. telefoniert und bin dann eingeschlafen. Irgendwann gegen 4:00 Uhr nachts weckt mich mein Handy, eine SMS von Ju. "Ich hasse dich!" Keine Antwort auf Rückfragen, außer ich solle zum Chatten onkommen. Was ich gemacht habe...

A. schreibt mich gleich an, was ich mir denken würde mit ihr zu spielen, wo ich doch eine Freundin habe. Mir bleibt keine Möglichkeit zum Antworten, schon ist sie fort und ignoriert mich. Ju. ist noch da...was ich mir denken würde ihr sowas anzutun, ihr Hoffungen zu machen und sie dann zu betrügen. Ich verstehe die Welt nicht mehr, bin müde, verwirrt, überlege was ich falsch gemacht habe...mache mir Sorgen um A. Ich versuche vergeblich zu erklären, irgendwann habe ich selbst das Gefühl etwas falsch gemacht zu haben, auch wenn ich nicht weiß was.

Das Referat ist reine Folter, ich habe nicht mehr geschlafen, den Kopf voll mit anderen Dingen, trotzdem versuche ich mir nichts anmerken zu lassen. Wir bekommen 14 Punkte. Meine Kollegin frage ob alles in Ordnung sei, ich winke ab, mag nicht darüber reden.

Die folgenden Tage sind schrecklich, im Nachhinein bereue ich fast alles, hasse mich für meine Dummheit. Mit A. schreibe ich wenig, wenn dann meist oberflächlich und sachlich. Ju. hingegen ist omnipräsent, schickt mir immer wieder Ausschnitte von Gesprächen von A. von Dingen, die sie über mich gesagt hat. Es tut weh, das zu lesen, ich bitte sie damit aufzuhören, sie tut es nicht, schickt immer weiter, und auch wenn ich nicht will, lese ich sie doch. Der Bruch mit A. ist perfekt. Ju bleibt weiter da, wir schreiben, SMSn und irgendwann treffen wir uns nochmal, ich konnte nicht glauben, dass sie bei einem Treffen so anders ist. Doch sie ist es, auch das zweite Treffen schadet mehr als es hilft. Danach stelle ich noch einmal klar, das wir nur Freunde sind, nicht mehr....sie akzeptiert es nicht, wirft mir vor mit ihr zu spielen, sie zu verraten, im Stich zu lassen. Ich sei der einzige den sie habe, alle anderen seien fort oder tot, ich dürfe sie nicht verlassen.

Trotzdem bin ich mit meinem Leben nicht zufrieden, ich bin immer weniger am PC, wenn, dann zum lernen. Wir schreiben weniger miteinander, SMS schreiben wir nicht mehr. Wenn wir schreiben, streiten wir. Immer den selben Ablauf. Sie wirft mir vor nie für sie da zu sein und ihr nur Vorwürfe zu machen, ich deute an, dass sie mir auch etwas vorwirft, sie ist beleidigt, meint ich würde ihr an allem die Schuld geben, schreibt wie schlecht es ihr geht, dass sie wohl aus Frust mit ihrem Nachbarn schlafen würde wenn es so weiter geht...Es fällt mir höllisch schwer, aber ich schaffe den Absprung, Freundschaft, ja...aber eine Freundschaft braucht für mich keine Mindestanzahl an Wörtern, die man am Tag wechseln muss, wie sie es haben will...


Auch auf meine Familie hat dieser Konflikt Einfluss, ich bin gereizt, meine Eltern leiden darunter. Ich hatte überlegt wieder nach Hause zu ziehen, doch mein Vater sagt, es würde nicht gehen, ihre Ehe sei schon einmal fast wegen mir in die Brüche gegangen. Ich fühle mich haltlos, falle....es ist ein mieses Gefühl keine Heimat mehr zu haben, entwurzelt zu sein...wobei doch, ich habe noch eine Heimat...ich bin dort nur nicht mehr willkommen.

Für die Semesterferien im Sommer werde ich mir einen Job suchen müssen, meine Eltern haben mir meine Unterstützung gekürzt, ich habe ja genug Zeit. Dabei müsste ich mich auf die Tests vorbereiten. Ich lebe immer sparsamer, esse kaum noch (Eine Mahlzeit am Nachmittag) manchmal gar nichts...


Ich sitze immernoch im Zug, auf dem Weg nach Hause ich stelle mich bei einem Verlag vor, will ein Praktikum machen für mein Studium Medien und Kommunikationswissenschaften...oder Germanistik, je nachdem wo ich genommen werde. Im November sind die Pilotentests...


Ich wundere mich manchmal, dass ich an der ganzen Geschichte nicht zerbrochen bin, ich war oft genug kurz davor.

"Nothing Else Matters" spielt in meinem MP3 Player...ich fühle mich allein, noch 45 Minuten bis ich Zuhause ankomme. Dort wo ich mich sicher fühle...dort wo ich nicht Willkommen bin...


Ich stehe vor dem Scherbenhaufen, viele der weißen Tonstücke sind von rotem Blut besprenkelt. Meine Hand tut weh, pulsiert unangenehm. Ich habe so viele Fehler gemacht, so viele falsche Entscheidungen getroffen. Ich hasse mich dafür... Lange stehe ich dort so, dann drehe ich mich langsam um und verlasse den Raum...

.Ozymandias

6.7.10 18:24


Abstinenz

Ich habe eine lange Zeit nichts von mir hören lassen, es tut mir leid. Ich bitte diejenigen um Verzeihung, die mir mit Rat oder Aufmunterungen zur Seite gestanden haben. Es ist einiges passiert, seit ich das letzte Mal geschrieben habe...

vielleicht findet der ein oder andere ja wieder Interesse daran zu lesen...ich zumindest werde wieder mehr schreiben.

 

Mea Culpa

 

.Ozymandias

6.7.10 18:22


Weihnachten

Ich bin über Weihnachten nach Hause gefahren. Es ist ein komisches Gefühl...als würde ich nicht mehr richtig hierher passen. Habe ich mich so verändert?

Jede Nacht schreibe ich mindestens zwei Stunden mit Ju. Ich habe angefangen ihr eine Gute-Nacht Geschichte zu schreiben. Es macht Spaß...wir amüsieren uns.

Gestern kam ich erst später. Sie schreib mir wie sehr sie mich vermisst hatte. Bis 5 Uhr morgens haben wir zusammen die Nacht verbracht. Wir haben über alles gesprochen was uns irgendwie in den Sinn kam. Lustige Sachen, ernste, Sorgen, Probleme...

Ich bin glücklich mit ihr.

 Heute dann passiert es. Ja. meldet sich wieder. Fast zwei Wochen hat sie nichts von sich hören lassen, dann ist sie wieder da. Als wäre nichts gewesen.
Sie sagt es gehe ihr nicht gut, sie brauche jemanden...sie brauche mich. Eine Freundin gibt mir einen Rat:
"Sei höflich...aber nicht mehr."
Ich versuche es. Es tut weh sie leiden zu sehen. Ich will ihr helfen, versuche mein bestes...bin hin und her gerissen.

Am Ende bin ich selbst kurz vorm Heulen.

Warum muss alles immer so kompliziert sein?

Warum?

.Ozymandias

23.12.09 16:08


Entscheidung?

Ich glaube ich habe mich entschieden...ich bin mir fast sicher. Meistens. Im nächsten Augenblick nicht mehr. Aber jetzt bin ich es. Jetzt will ich es.

 Ja. war die letzten Tage wie verschwunden. Ich habe ihr geschrieben, versucht sie anzurufen...versucht irgendwie Kontakt zu halten. Aber die wenigen Male wo es geklappt hat war sie abweisend, gelangweilt. Jetzt ist sie wieder mehr da, aber immer wenn wir miteinander schreiben, oder reden geht es nur von mir aus.

Ich bin mir ziemlich sicher das der Fehler bei mir liegt...wie immer. Ich habe zulange gezögert, sie vertröstet, hatte Angst.

Was mir bei Ja. verloren geht gewinne ich bei Ju. Wir sind bis spät in die Nacht auf, obwohl wir beide Uni haben, schreiben uns, necken uns, trösten uns. Wir geben uns halt, bauen uns auf und sind für einander da bis wir irgendwann erschöpft zusammen einschlafen.

Ich habe mich entschieden aber will es mir selbst nicht zugeben. Wie sage ich es Ja? Ich mache mir Sorgen was sie machen wird. Immer wenn ich sie anrufen will sehe ich das Bild von unserem ersten Treffen. Sie hatte den ganzen Abend einen Schal an der die untere Hälfte ihres Gesichts verdeckt. Erst am nächsten Morgen, als ich kurz vor ihr wach war und sie angeschaut habe wie sie neben mir lag habe ich die blauen Flecken gesehen.

Ich habe nie etwas gesagt.

 .Ozymandias

17.12.09 13:33


An manchen Tagen...

sollte man einfach Zuhause bleiben.

Heute ist so ein Tag. Mein Wecker reißt mich unbarmherzig aus dem schlaf. Ic drücke ihn aus und bleibe noch lieben. Denke nach...über gestern Abend. Das Kino war diesmal früher aus als sonst und Ju. war noch wach als ich wiederkam.

Es ging ihr nicht gut, das habe ich gleich gemerkt. Sie war anders als sonst, schroff, kalt abweisend...verletzend. Es tat unglaublich weh zu lesen was sie schrieb, auch wenn es nur kleine Spitzen waren. Trotzdem bin ich geblieben, war für sie da. Irgendwann erzählte sie... was sie bedrückte, was sie fürchtete...einfach alles. Die ganze Nacht lang haben wir geredet.

Als wir endlich schlafen gehen wird es schon hell...es wird ein langer Tag.

Endlich stehe ich auf und mache mich fertig. Draußen ist es kalt und windig. Bis vor kurzem hat es geregnet, an der Straße sind die Abflüsse verstopft, überall stehen Pfützen.

Ich gehe die Straße entlang, geduckt, zusammengekauert und die Hände tief in den Taschen vergraben.

Ein Auto schießt an mir vorbei und begießt mich mit einem eiskalten Schwall schmutzigen Wassers.

Dabei dachte ich sowas passiert immer nur in Filmen.

In der Uni ist es im Gegensatz zu sonst eiskalt. Die Heizungen die normalerweise den Saal in eine Saune verwandeln geben ein klägliches bisschen Wärme ab.

Irgendwie überstehe ich den Tag...ich fühle mich wie gerädert.

Ich will nur noch nach Hause, duschen, etwas Warmes trinken und mich ins Bett legen...am liebsten mit wem zum ankuscheln.

Aber mit wem?

Die Illusion zerplatzt...

Meine Sorgen holen mich ein.

 .Ozymandias

10.12.09 13:16


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